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Fütterung alter Pferde

 

Generell gelten Pferde ab einem Alter von 20-25 Jahren als Senioren. Auch wenn sie noch belastbar sind und im Reitsport eingesetzt werden, verlangsamen sich viele Prozesse im Stoffwechsel deutlich.

 

Das häufigste Problem – die Zähne

 

Sind die Zähne in Ordnung, kann auch ein altes Pferd normales Kraft- und Raufutter gut kauen und zerkleinern. Sofern möglich, ist Weidegang das Beste für die Senioren. Das Gras wird in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen aufgenommen und enthält bereits viele wichtige Eiweisse, Faser-Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe.

 

Im Laufe der Jahre nutzen sich die Zähne ungleich ab. Es bilden sich Hacken und scharfe Kanten. Die langen Schneidezähne verhindern, sofern sie nicht früh genug eingekürzt werden, dass die Backenzähne mühelos den Futterbrei quetschen und zerkleinern können. Damit bleiben die Faserbestandteile zu lang. Die Natur hat hierfür eine „Abschlucksperre“ eingerichtet. Die nicht richtig gekauten Faserteile werden in kleine Ballen geformt und wieder ausgespuckt. Pferde ab dem 26./27. Lebensjahr geraten hierdurch in Bedrängnis, Raufutter in der erforderlichen Menge aufzunehmen.  Zudem entstehen so leicht Anschoppungen und Koliken.

 

Unmerklich für den Besitzer wird Tag für Tag von der körpereigenen Substanz solange abgebaut, bis das alte Pferd an seiner Oberlinie „kein Fleisch mehr auf den Knochen hat“.

Wir müssen uns bewusst sein, dass in freier Natur ein Pferd mit diesem Alter und diesen Kauproblemen an seine Überlebensgrenze stösst. Ohne sperrige Faserbestandteile im Magen und Darm fällt der Futtertransport durch das komplexe Darmsystem in sich zusammen, was zwangsweise zum Tod des Pferdes führt.  

Heute sind wir in der Lage, diesen Pferden zu helfen und Heuersatzfutter mit der Extrudertechnik so aufzubereiten, dass auch ältere Pferde Fasern in der gewünschten Länge und dem nötigen Zellaufschluss – unter Umgehung der Abschlucksperre -  aufnehmen können. (Info über Marstall „ProSenior“)

 

Alte Pferde benötigen mehr Nährstoffe als die Jüngeren. Kalte und feuchte Witterung im Winter macht alten Pferden zu schaffen. Die Haut und das Unterhautfett schützen nicht mehr so wirkungsvoll wie bei jüngeren Pferden. Sie verfügen nicht mehr über genügend Bewegung und vor allem genügend Muskelmasse. Oft kann auch ein längeres Fell die entsprechenden Minusgrade oder kalter Regen nicht mehr auszugleichen. Gerade die Winter-Fütterung sollte deshalb mehr Energie enthalten. Heu ist das ideale Futtermittel, das in Wärme umgewandelt werden kann, ohne dass der Verdauungsapparat zu stark belastet wird. Deshalb sollte in der kalten Jahreszeit reichlich Heu und als Ergänzung ein hochverdauliches Müslifutter (Info über Marstall „Senior-Plus“) angeboten werden. So können alte Pferde bis ins hohe Alter gesund ernährt werden. Die tägliche Abgabe von aufgeschlossenen Leinsamen oder die Verabreichung von 2 bis 3 Mash-Fütterungen pro Woche wird die optimale Funktionstüchtigkeit des Verdauungstraktes unterstützen.

Ein Kraftfutter wie unser „Senior-Plus“ mit hydrothermisch aufgeschlossenem Getreide, hochwertigem Eiweiss und ergänzt mit wertvollen Aminosäuren, ist eine solide Basis für unsere Senioren. Das Duo „ProSenior“ als Heuersatz und „Senior-Plus“ als Energielieferant hat sich tausendfach bewährt.

 

Alte Pferde sollten ihr Tagesfutter in mindestens 4 – 5  kleinen Gaben erhalten. Der leichte Zugang zu frischem Wasser ist für dieses Alter besonders wichtig. Auch benötigen sie viel frische Luft,  ausreichende Bewegung und Zuwendung. Wichtig ist die gute Beobachtung des Allgemeinzustandes, damit man bei auftretenden Problemen schnell reagieren kann. Ihr Pferd wird es Ihnen danken.