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Die Mashfütterung

 

Unter „Mash“ verstehen wir eine aus England stammende Futterart, die vor allem in den Jagd- und Rennställen an Reitpferde mit grossem Erfolg verfüttert wurde. Das original englische Rezept wurde von uns vor 30 Jahren übernommen und wird mit den folgenden Bestandteilen gemischt:

Gerste, Weizenkleie, Leinsamen aufgeschlossen, Leinextraktionsschrot, Obsttrester, Pflanzenöl, Calciumcarbonat, Natriumchlorid, Bockshornklee und Steviablätter.

Durch die modernen Fertigungstechniken sind wir heute in der Lage, die im Mash wichtigen Leinsamen „vorzukochen“ und damit die Abspaltung von Blausäure zu verhindern.

Die Mashmischung muss nur noch mit der 1,5-fachen Menge „hahnenheissem“ Wasser übergossen werden und kann bereits nach 15 Minuten handwarm an die Pferde verabreicht werden.

 

Wir empfehlen die Mashfütterung ein mal pro Woche. Kolikanfällige Pferde dürfen pro Woche drei- bis vier Mashfütterungen erhalten.

 

 

Ideal ist die Verabreichung am Abend.

 

Zur Entlastung des Verdauungstraktes ist es bei kolikanfälligen Pferden wichtig, die Tagesfuttermenge von 2- oder 3 Rationen auf 4-5 Fütterungen aufzuteilen.

Der freie Zugang zu gutem Heu über Futterkästen mit engmaschigen Heunetzen kann hier ein absoluter Problemlöser sein.

Eine wichtige Bedeutung im Mash nehmen die Leinsamen ein. Diese weisen einen hohen Fettgehalt von über 30% auf. Als Besonderheit ist der hohe Anteil an Schleimstoffen zu nennen, die im heissen Wasser leicht aufquellen. Sie können im Darm grosse Wassermengen binden (bis zum Verhältnis 1:8) und die Schleimhaut von Magen und Darm mit einem schützenden Film überziehen.

Nebst seiner unübertroffenen Eigenschaft als Verdauungsregulator fördern Leinsamen auch den Stoffwechsel und stärken das Immunsystem.

Somit ist Mash, auch in Zeiten des Haarwechsels, ein sehr wertvolles  Zusatzfutter.

 

 

 

Marstall AG  /  Roland Engeler                                                                                              Juni 2014